Das eigentliche Spielen der Hand – die Karten, das Bieten und der Showdown

Das Posten und das Warten auf die Blinds

Im Texas Hold'em ist jeder Spieler der Reihe nach daran, das Zwangsgebot, den Blind, zu tätigen (in diesem Abschnitt erklären wir die Grundlagen von Texas Hold'em). Um zu gewährleisten, dass auch jeder seinen Anteil an den Blinds trägt, müssen Neuankömmlinge am Tisch sich dazu entscheiden, entweder direkt am Spiel teilzunehmen, dann muss ein extra Blind gezahlt werden, oder sie warten, bis sie an der Reihe sind, und Ihr Platz ohnehin der nächste Blind wäre. Wenn Sie mitten in ein Spiel einsteigen und die extra Blind bezahlen, sind Sie ab er der darauffolgenden Hand ein ganz normaler Spieler und in den Kreislauf des Spiels eingebettet.

Wenn Sie die Blinds bringen, sind ihre Chips "live", so als hätten Sie sie geboten, das heißt, wenn sonst keiner mehr erhöht und Sie wieder an der Reihe sind, dann reicht es nur zu checken, um im Spiel zu bleiben. Sollte jemand raisen, bevor Sie wieder an der Reihe sind, und möchten Sie danach im Spiel bleiben, dann wird die Blind, die sie geleistet haben, auf den Betrag angerechnet, den Sie bringen müssen, um zu callen. Beträgt Ihre Blind also 20 und raiset jemand auf 100, dann müssen Sie nur 80 bringen, um im Spiel zu bleiben.

Andere Pokervarianten wie zum Beispiel das Stud verwenden Antes statt Blinds. Wenn Sie an einem solchen Tisch teilnehmen, wird der Dealer Sie darum bitten, sofort Ihr Ante zu bringen, Sie müssen also nicht warten, bis Sie mit den Blinds an der Reihe wären.

Ihre Karten und das Board

Sobald Sie am Spiel teilnehmen, werden Ihnen Ihre Karten angezeigt und zwar vor Ihrem virtuellen Sitzplatz. Die Karten Ihrer Gegner sind selbstverständlich verdeckt vor deren jeweiligen Sitzplätzen. So können Sie sehen, wer sich noch im Spiel befindet. Bei Gegnern, die aus dem Spiel ausscheiden, verschwinden auch deren Karten. Sie müssen sich aber selbst merken, wer an dem Spiel teilgenommen hat und später ausgestiegen ist, und welcher Spieler erst gar nicht an der Runde teilgenommen hat. Da gibt es keinen Unterschied zum Pokerspiel in der Garage oder im Hobbykeller.

Im Texas Hold'em legt der Dealer die Gemeinschaftskarten offen in die Mitte des Tisches.

Schauen Sie sich den Abschnitt über die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten an, um in Erfahrung zu bringen, wie Sie ein vier-farbiges Deck einstellen können. Manchmal ist es auf dem Monitor schwierig, Pik von Kreuz oder Herz von Karo zu unterscheiden, gerade wenn man etwas müde geworden ist. Ein vier-farbiges Deck kann da helfen, dumme Fehler zu vermeiden.

Das Bieten

Wenn Sie an der Reihe sind, Ihre Aktion zu machen, werden verschiedene Felder auf dem Bildschirm aktiv werden mit den Möglichkeiten "Fold", "Check", "Bet", "Call" oder "Raise".

Mit Fold gibt man einen Hand auf, mit Check bleibt man im Spiel, ohne das eigene Chips in die Mitte wandern, mit Call bringt man den Einsatz, den man bringen muss, um in der Hand zu bleiben, und mit Bet oder Raise erhöht man den Einsatz und zwingt andere Spieler dazu, Chips in den Pot zu schieben, wenn sie in der Hand bleiben möchten.

In einem No-Limit-Spiel wird im Falle einer Bet oder eines Raises noch ein Fenster aufgehen, in dem Sie über einen Schieberegler oder über eine Text-Box bestimmen können, wie hoch Ihr Raise ausfallen wird. An diesen Regler muss man sich erst gewöhnen. Manche Spieler benutzen ihn nie und geben die Summe, um die sie erhöhen möchten, lieber direkt in eine Text-Box ein.

Sie können sich auch dazu entschließen eine "advance action" zu tätigen, bevor Sie überhaupt an der Reihe ist. Das kann nützlich sein, wenn Sie vorhaben, aus der Hand auszusteigen, ganz egal, was bis dahin noch passieren wird. Sie werden kleine Check-Boxen sehen, auf denen so etwas steht wie "Fold to any bet" - also aussteigen, sobald irgendeiner erhöht – oder ähnliche. Den Entschluss können Sie solange rückgängig machen, bis Sie wieder an der Reihe sind und er in die Tat umgesetzt wird. Sollten Sie an der Reihe sein und eine der Boxen ist noch aktiviert, so wird das Kommando einfach ausgeführt und das Spiel geht ohne Verzögerung weiter.

Der Showdown

Am Ende jeder Hand organisiert der Dealer den Showdown. Der Dealer legt die Karten desjenigen offen, der dazu verpflichtet ist, als erstes zu zeigen. In den meisten Fällen wird das die Siegerhand sein. Die anderen Spieler haben dann reihum die Gelegenheit, Ihre Karten offen zulegen oder Sie verdeckt wieder in den "Muck" wandern zu lassen. Die meisten Seiten zeigen einfach die Siegerhand sofort, um den Prozess zu beschleunigen. Keine Seite erlaubt es einem Spieler die Siegerhand verdeckt zu lassen, man muss sich also keine Sorgen machen, sich hier mit einem falschen Klick selbst um den Gewinn zu bringen.

Wenn alle Hände gezeigt wurden oder verdeckt in den Muck gewandert sind, verteilt der Dealer nach den Spielregeln den Pot an den oder die Gewinner.