Pokervarianten

Poker ist eines der beliebtesten Kartenspiele der Vergangenheit und Gegenwart. Egal, ob am Spieltisch im Casino, bei Turnieren im Fernsehen oder in der privaten Runde zu Hause: Gepokert wird eigentlich überall. Das einzige, was bleibt, ist die Frage nach der speziellen Variante, die gespielt wird - Hold'em, Draw oder doch Stud Poker?

Die Gemeinschaft macht das Spiel - Hold'em Poker

Die Version namens Hold'em Poker ist die im Allgemeinen wohl bekannteste unter allen verschiedenen Formen dieses Kartenspiels. Der zentrale Unterschied zu allen anderen Variationen ist die Verwendung sogenannter "Community Cards" - der Gemeinschaftskarten, die alle Spieler gemeinsam nutzen und die deshalb auch für alle offen und gut sichtbar auf dem Tisch liegen. Entstanden ist diese Art des Pokerns in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als man dank eines anderen Spiels namens "Wild Widow" dazu überging, auch beim Poker gemeinschaftlich genutzte Karten zu gebrauchen.

Die heutige Bekanntheit von Hold'em Poker ist der Tatsache geschuldet, dass eine der Unterarten dieses Spiels, nämlich Texas Hold'em, in den letzten Jahren einen unglaublichen Aufschwung in puncto Beliebtheit erfahren hat.

Draw Poker - Karten ziehen und tauschen

Draw Poker beinhaltet wie gesagt keine "Community Cards". Die Charakteristik dieser Spielvariante liegt darin, dass jeder Teilnehmer eine bestimmte Anzahl Karten vom Dealer erhält, von denen er dann später wiederum bis zu vier Karten austauschen kann - er zieht sich also ein neues Blatt, daher der Name Draw Poker (engl.: "ziehen"). Historisch gesehen ist diese Variation die wahrscheinlich älteste Version des Pokerns, denn sie beherrschte schon die Spieltische in den Saloons des Wilden Westens und war vor dem Hype um Texas Hold'em die in der Masse geläufigste Spielart.

Am häufigsten gespielt wurde und wird Draw Poker mit fünf Karten, wobei man dann von Five Card Draw Poker spricht.

Fast komplett mit offenen Karten spielen - Stud Poker

Die dritte große Variante, für die man sich beim Pokern entscheiden kann, ist Stud Poker. Vor dem Poker-Boom um Texas Hold'em weit weniger in Europa, dafür aber umso mehr in den USA bekannt und beliebt, ist die typische Eigenschaft dieser Spielart der Gebrauch offener Karten; abhängig von der Gesamtzahl der Karten, die vom Dealer ausgegeben werden, sind einige Karten eines jeden Spielers für alle anderen Teilnehmer am Tisch gut sichtbar, sodass man einen Teil der Hand seines Gegners kennt, nicht aber die Ganze. Das System erinnert ein wenig an Hold'em Poker, unterscheidet sich aber insofern davon, als dass jeder Spieler eigene offene Karten hat und sich nicht alle dieselben Gemeinschaftskarten teilen.

Besonders geschätzt wird die Variante Seven Card Stud Poker. Hierbei werden in drei Etappen à Spieler sieben Karten in einer bestimmten Reihenfolge ausgeteilt: zwei verdeckte und eine offene Karte, dann drei offene Karten und zum Schluss noch eine verdeckte Karte.